Winterzeit 2026

So gelingt die Umstellung mit deinem Kind

Es ist wieder so weit: Die Uhr wird um eine Stunde zurückgestellt. Für uns Erwachsene bedeutet das erstmal: eine Stunde länger schlafen. Klingt eigentlich ganz schön, oder? 

Mit kleinen Kindern sieht das allerdings oft etwas anders aus. Denn wenn dein Kind normalerweise um 6:30 Uhr aufwacht, kann es nach der Umstellung plötzlich schon um 5:30 Uhr wach sein. Und genau darauf können wir als Eltern natürlich gut verzichten.

In der Nacht von Samstag, den 24. Oktober, auf Sonntag, den 25. Oktober 2026, beginnt die Winterzeit. Die Uhr wird eine Stunde zurückgestellt.

Aber keine Sorge: Die Zeitumstellung muss nicht automatisch für mehrere Tage Chaos sorgen. Die meisten Kinder gewöhnen sich relativ schnell an die neue Zeit. Du kannst dabei ganz unterschiedlich vorgehen. Welche Variante am besten passt, hängt vor allem vom Alter deines Kindes und seinem aktuellen Schlafrhythmus ab.

 

Option 1: Nichts verändern

Die einfachste Möglichkeit ist, vor der Zeitumstellung gar nichts zu verändern und ab Sonntag direkt nach der neuen Uhrzeit weiterzumachen.

Der Nachteil: Dein Kind könnte am Sonntag zunächst eine Stunde früher aufwachen.

Wenn dein Kind normalerweise um 6:30 Uhr aufsteht, könnte es nach der Umstellung also bereits um 5:30 Uhr wach sein.

Mein Tipp: Versuche, den Tag mit einem kleinen Kind nicht vor 6:00 Uhr zu starten. Wenn dein Kind um 5:30 Uhr wach wird, kannst du es also zunächst noch im Bett lassen und ihm die Möglichkeit geben, weiterzuschlafen.

Wenn es weint, kannst du natürlich zu ihm gehen, es beruhigen und ihm Nähe geben. Versuche aber, den eigentlichen Start in den Tag möglichst bis 6:00 Uhr hinauszuzögern.

Anschließend gehst du einfach nach der neuen Uhrzeit weiter. Auch die Schläfchen und die Bettzeit orientieren sich ab Sonntag an der neuen Zeit.

Diese Variante ist vor allem für Kinder ab etwa 1 Jahr geeignet, die längere Wachzeiten gut aushalten und sich relativ schnell an die neue Zeit gewöhnen können.

 

Option 2: Schrittweise vorbereiten

Wenn dein Kind ohnehin eher früh aufwacht, kann es sinnvoll sein, bereits einige Tage vor der Zeitumstellung mit der Anpassung zu beginnen.

Du verschiebst dabei jeden Tag die Aufstehzeit, die Schläfchen und die Bettzeit um etwa 15 Minuten nach hinten.

Du kannst auch langsamer vorgehen und beispielsweise nur um 10 Minuten verschieben, wenn dein Kind Veränderungen nicht so gut verträgt.

Beispiel

Dein Kind ist 18 Monate alt und hat normalerweise folgenden Rhythmus:

6:30 Uhr aufstehen
12:30 Uhr Mittagsschlaf
19:00 Uhr Nachtschlaf

Dann könntest du den Rhythmus folgendermaßen verschieben:

Donnerstag:
6:45 Uhr aufstehen
12:45 Uhr Mittagsschlaf
19:15 Uhr Bettzeit

Freitag:
7:00 Uhr aufstehen
13:00 Uhr Mittagsschlaf
19:30 Uhr Bettzeit

Samstag:
7:15 Uhr aufstehen
13:15 Uhr Mittagsschlaf
19:45 Uhr Bettzeit

Sonntag:
6:30 Uhr aufstehen
12:30 Uhr Mittagsschlaf
19:00 Uhr Bettzeit

So habt ihr die eine Stunde bereits vor der Zeitumstellung Schritt für Schritt verschoben und könnt am Sonntag wieder zu euren normalen Uhrzeiten zurückkehren.

Natürlich kann dein Kind nicht einfach auf Knopfdruck eine Stunde länger schlafen. Es geht deshalb nicht unbedingt darum, dass es tatsächlich länger schläft. Vielmehr verschiebst du den Zeitpunkt, zu dem du den Tag offiziell startest, und passt entsprechend auch die Schlafenszeiten an.

Diese Variante eignet sich besonders gut für Kinder, die morgens ohnehin sehr früh wach werden.

 

Option 3: Erst nach der Zeitumstellung anpassen

Eine weitere Möglichkeit ist, zunächst gar nichts zu verändern und dein Kind nach der Zeitumstellung langsam an die neue Zeit zu gewöhnen.

Das kann besonders für Babys unter einem Jahr sinnvoll sein, da sie oft noch nicht problemlos eine ganze Stunde länger wach bleiben können.

Du verschiebst die Schlafenszeiten dann nach und nach in Richtung der neuen Uhrzeit.

Beispiel

Dein 9 Monate altes Baby hat normalerweise folgenden Rhythmus:

6:30 Uhr aufstehen
9:30 Uhr erstes Schläfchen
13:00 Uhr zweites Schläfchen
18:40 Uhr Bettzeit

Nach der Zeitumstellung könnte der Rhythmus zunächst so aussehen:

Sonntag:
5:50 Uhr aufstehen
8:50 Uhr erstes Schläfchen
12:20 Uhr zweites Schläfchen
18:00 Uhr Bettzeit

Montag:
6:10 Uhr aufstehen
9:10 Uhr erstes Schläfchen
12:40 Uhr zweites Schläfchen
18:20 Uhr Bettzeit

Dienstag:
6:30 Uhr aufstehen
9:30 Uhr erstes Schläfchen
13:00 Uhr zweites Schläfchen
18:40 Uhr Bettzeit

Du verschiebst den gesamten Tagesrhythmus also Schritt für Schritt, bis ihr wieder bei euren gewohnten Zeiten angekommen seid.

Gerade bei Babys ist es völlig in Ordnung, wenn die Anpassung ein paar Tage länger dauert. Du musst nicht versuchen, innerhalb von einem Tag eine komplette Stunde zu verschieben.

 

Welche Variante ist die richtige für euch?

Du siehst: Es gibt nicht die eine richtige Lösung für die Zeitumstellung.

Du kannst einfach direkt mit der neuen Zeit starten,
einige Tage vorher Schritt für Schritt anpassen
oder dein Kind erst nach der Umstellung langsam an die neue Zeit gewöhnen.

Welcher Weg am besten passt, hängt unter anderem vom Alter deines Kindes, seinem aktuellen Schlafrhythmus und davon ab, wie gut es Veränderungen verträgt.

Und noch ein wichtiger Punkt: Mach dir keinen Stress, wenn es nicht sofort perfekt funktioniert. Eine Stunde Zeitverschiebung kann für einen kleinen Körper durchaus spürbar sein. Gib deinem Kind ein paar Tage Zeit, sich daran zu gewöhnen.

Wenn dein Kind nach der Zeitumstellung ein paar Tage früher oder später müde wird, ist das völlig normal. Orientiere dich weiterhin an seinen Schlafsignalen und passe den Rhythmus bei Bedarf ein wenig an.

Ich wünsche euch eine möglichst entspannte Umstellung 🤍

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